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Vorbereitungskurse Notfallsanitäter/in 80 Stunden

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Für Rettungsassistenten1, welche eine Berufserfahrung über 5 Jahre im aktiven Rettungsdienst (gemäß § 32 Abs. 2 des NotSanG) nachweisen können, gibt es die Möglichkeit, direkt an einer Ergänzungsprüfung teilzunehmen. Ein Anpassungslehrgang ist hier nicht vorgesehen. Auch ein Rechtsanspruch darauf lässt sich nicht ableiten.

1Hinweis: Wird im Folgenden vom Notfallsanitäter, Rettungsassistent oder Rettungssanitäter gesprochen, sind sowohl die weibliche wie auch männliche Form gemeint.

Was zählt eigentlich zur Berufserfahrung?

Hier zählen alle Zeiten dazu, welche Sie seit der Erteilung der Berufserlaubnis Rettungsassistent im Rettungsdienst absolviert haben. Wichtig! Bitte achten Sie bei den Bescheingungen darauf, dass der Einsatz im Rettungsdienst bescheinigt wird und nicht, dass Sie ggf. als Rettungssanitäter einen Vertrag haben. Dies wirft nur unnötige Fragen auf und kann vermieden werden. Alle Unterlagen zur Beantragung finden Sie auf der Homepage des Landesverwaltungsamtes unter folgendem Link.

NEU! Hier finden Sie nun auch eine nähere Beschreibung durch das LVA, wie sich der Antragsprozess usw. gestaltet.

Hinweis: Prinzipiell kann auch versucht werden, Stunden aus rettungsdienstnahen Bereichen zu beantragen. Dies war auch im Rahmen des Rettungsassistentengesetzes möglich. Beispiele: Tätigkeit in der Leitstelle, Polizei, Katastrophenschutz, Krankenhaus usw.! Mehr wie eine Ablehnung können Sie nicht bekommen.

Ziel des Vorbereitungskurses!

Das Berufsbild des Notfallsanitäters führt die Tätigkeit des Rettungsassistenten konsequent weiter und wird neben weitreichenden Kompetenzen auch dem Anspruch der sich veränderten Möglichkeiten im Rettungsdienst und er Notfallmedizin gerecht. Zukünftig gibt es laut NotSan-APrV 10 Themenbereiche, welche die neue Ausbildung strukturieren. Hat der Rettungsassistent 780 Stunden Fachtheorie und Fachpraxis in der Schule gehabt, sind es nun in der 3-jährigen Ausbildung 1920 Stunden. Neben deutlich mehr Stunden für die verschiedenen Themenbereiche unterscheiden sich insbesondere 3 Themenbereiche deutlich von den durch die RettAss-APrV festgelegten Inhalten der Rettungsassistentenausbildung. Diese Themenbereiche und deren Inhalte waren gar nicht (Themenbereich 7 - Anwendung heilkundlicher Maßnahmen) oder nur sehr rudimentär vorhanden.

Der Vorbereitungskurs und die begleitenden Unterstützungen haben das Ziel,  unter Nutzung Ihrer vorhandenen Berufserfahrung die unterscheidenden Inhalte zu behandeln und Sie auf die anstehenden Ergänzungsprüfungen vorzubereiten. Die Ergänzungsprüfungen sind inhaltlich für jeden Mitarbeiter mit Berufserfahrung gleich.

Folgende Themenbereiche werden in den Ergänzungsprüfungen abgeprüft und bilden somit auch eine Grundlage für die Vorbereitungen auf die Ergänzungsprüfungen.

Themenbereich 3:

  • Kommunikation und Interaktion mit sowie Beratung von hilfesuchenden und hilfsbedürftigen Menschen unter Berücksichtigung des jeweiligen Alters sowie soziologischer und psychologischer Aspekte.

Themenbereich 6:

  • Handeln im Rettungsdienst an Qualifikationskriterien ausrichten, die an rechtlichen, wirtschaftlichen und ökologischen Rahmenbedingungen orientiert sind.

Themenbereich 7:

  • Bei der medizinischen Diagnostik und Therapie mitwirken, lebenserhaltende Maßnahmen und Maßnahmen zur Abwendung schwerer gesundheitlicher Schäden bis zum Eintreffen der Notärztin oder des Notarztes oder dem Beginn einer weiteren ärztlichen Versorgung durchführen. (Heilkunde und EVM)

 

Was sind die Inhalte der Ergänzungsprüfungen und wie ist der Ablauf?

Gemäß Notfallsanitätergesetz (NotSanG) und Notfallsanitäter-Ausbildungs- und Prüfungsverordnung (NotSan-APrV) sollen die Ergänzungsprüfungen die Inhalte abprüfen, welche den Notfallsanitäter vom Rettungsassistenten unterscheiden. Also die oben genannten Themenbereiche.

Die Ergänzungsprüfungen bestehen aus einer praktischen und einer mündlichen Prüfung. Das Ergebnis wird in "bestanden" und "nicht bestanden" festgelegt. Es gibt keine Noten.

Praktische Prüfung

  • 2 praktische Fallbeispiele - internistischer und traumatologischer Notfall - pro Fallbeispiel ist eine Zeit von 40 min vorgesehen (voraussichtlich 20 min Fallbeispiel, 10 min Dokumentation und 10 min Fachgespräch) - (Teamprüfung)

Mündliche Prüfung

  • Fragen aus den Themenbereichen 3, 6 und 7 (siehe oben) mit einer Dauer von mindestens 20 min und maximal 40 min. (Einzelprüfung)

Die zu absolvierenden Ergänzungsprüfungen sind in Art, Umfang und Inhalt identisch. Dies bedeutet, egal ob man einen 480 Stunden oder 960 Stunden umfassenden Anpassungslehrgang absolvieren muss um eine Ergänzungsprüfung ablegen zu dürfen oder über mehr als 5 Jahre Berufserfahrung verfügt und somit direkt an den Prüfungen teilnehmen kann, die Prüfungen sind gleich. Ein Unterscheidung sieht der Gesetzgeber nicht vor.

Wie sich nun darauf vorbereiten?

Es ist nicht einfach, wieder eine Prüfung zu absolvieren. Gezielt hat man lange nichts mehr machen können. Einige der folgenden Punkte treffen vielleicht auch auf Sie zu?

  • Keine Prüfungserfahrung mehr und Unsicherheit bei Prüfungen!
  • Neue Inhalte und neue Prüfungsverfahren!
  • Theorie und Praxis driften auseinander!
  • Mangelnde Möglichkeit in den vergangenen Jahren, Fortbildungen zu besuchen!
  • Krankheit, Hausbau, Familie, andere Belastungen
  • ...

All diese Punkte setzen eine große Hemmschwelle auf dem Weg der Umsetzung. Sind aber mit den richtigen Mitteln und gemeinsam zu schaffen.

Wenn Sie möchten, unterstützen wir Sie dabei!

Dauer und Termine der Anpassungslehrgänge:

Die Anpassungslehrgänge werden in Vollzeit und in berufsbegleitender Form angeboten. Weitere Informationen finden Sie hier und zukünftig auch unter den Lehrgangsterminen.

Die berufsbegleitenden Termine ermöglichen es Ihnen, diese Vorbereitung neben Ihrer Tätigkeit im Rettungsdienst zu absolvieren.

Voraussetzungen und Kosten für Vorbereitungskurse

Wie können wir Sie bei den Vorbereitungen zu den Prüfungen unterstützen?

Unterstützendes Element für die Vorbereitungskurse sind das Modulare Weiterbildungssystem (MWS) und die Webinare. Auf einer webbasierten Lernplattform und in speziellen Lernunterlagen können Sie sich Inhalte erarbeiten und somit bereits im Vorfeld gut auf die 80 Stunden umfassenden Vorbereitungskurse (Präsenz-phase) vorbereiten.

Neben den Inhalten, welche das neue Berufsbild in den Themenbereichen 3, 6 und 7 ausmachen, werden auch Themen behandelt, welche für das Verstehen dieser Themen unabdingbar sind.

Beispiele:

  • Anatomie und Physiologie Herzkreislauf, Atmung, Nervensystem, Skelett usw.
  • Allgemeine und spezielle Pharmakologie
  • Rechtliche Grundlagen
  • Kommunikation und Psychologie
  • ...

Seit bereits vielen Jahren, bietet die Deutsche Angestellten-Akademie dieses System in ganz Deutschland und weit über 70 Berufen an. Die aktuelle Struktur der Berufsausbildungen im Rettungsdienst hat dieses System noch nicht nötig gemacht. Allerdings war es schon in der Planung, da die Entwicklung abzusehen war. Bei der Umsetzung des Notfallsanitätergesetzes nutzen wir nun die Erfahrung dieses DAA eigenen Systems und bauen es für unsere Zwecke um. Wir schaffen also nichts NEUES, sondern nutzen das System nur für unsere Zwecke.

Wichtig!

Das System ist sehr einfach und intuitiv zu nutzen und funktioniert mit Handy, Tablet, Pc, Notebook. Grundvoraussetzung ist die Anbindung an das Internet. Es soll Ihnen die Möglichkeit geben, sich bereits vor den Vorbereitungskursen mit den Inhalten auseinander zu setzen. Die Grundlage für die Praxis ist immer auch ein gewisses Maß an Theorie.

Wie ist der Ablauf der Vorbereitungskurse und Einführungsseminare?

Die Teilnehmer erhalten in einem eintägigen Einführungsseminar alle relevanten Informationen und eine Einführung in das Handling des Systems. Danach können Sie in einem festgelegten Zeitfenster selbstständig trainieren. Das System bietet regelmäßige, eingebaute Trainings- und Übungsmöglichkeiten.

1.

Sobald Sie sich angemeldet haben, werden Sie zu einem kostenlosen Einführungsseminar eingeladen. Dieses dauert ca. 4 bis 8 Stunden. Folgende Dinge werden im Rahmen des Einführungsseminares mit Ihnen durch genommen:

  • Anträge, Anmeldungen und Informationen zum behördlichen Vorgehen
  • Ablauf und Prüfungsprocedere der staatlichen Ergänzungsprüfungen (Was erwartet uns?)
  • Aushändigen von Lernunterlagen für die Vorbereitungskurse. Natürlich gibt es nicht nur das internetbasierte System.
  • Praktische Anwendung und Durchführung des Modularen Weiterbildungssystems (MWS) und Webinare in unserem hauseigenen EDV Kabinett und bei Wunsch mit Ihren eigenen Geräten (Notebook, Tablet, Handy,…)
  • Vorstellung des Systems Lernberater. (Diese werden Ihnen auch zukünftig in der Selbstlernphase zur Verfügung stehen!)

Hinweis: Ab einer Teilnehmerzahl von 10 TLN kann das Einführungsseminar ggf. auch in den Räumlichkeiten der Rettungswache stattfinden. Die Voraussetzungen müssten dann noch abgesprochen werden.

2.

Nun befinden Sie sich in der Selbstlernphase. Hier können Sie sich mit den von uns erhaltenen Mitteln (Lernunterlagen und Lernplattform) auf die Vorbereitungskurse vorbereiten.

Zusätzlich wird die selbstständige Arbeit mit sogenannten Webinaren unterstützt. Sie stehen zu festgelegten Zeiten in direktem Kontakt mit einer Lehrkraft. Hier können Fragen gestellt und auch verschiedene Lehrinhalte vermittelt werden. Ein tolles und einfaches System, um sich zu verbinden. Auch mit anderen Teilnehmern können Sie sich so verbinden und das, egal wo Sie sich befinden. Sie benötigen nur einen Rechner mit Internetzugang.

3.

Ist die Selbstlernphase vorbei, wird der Teilnehmer in einer zweiwöchigen Präsenzphase auf die Prüfungen vorbereitet. Im Vorbereitungskurs (Präsenzphase) werden nun die Themen zusammengeführt und gezielt Prüfungsvorbereitungen durchgeführt. Im Speziellen müssen in dieser Phase praktische Übungen durchgeführt werden. Auch die Inhalte der mündlichen Prüfungen werden zusammengefasst und die Durchführung trainiert.

Ziel: Sicherheit und Stabilität für die Ergänzungsprüfungen zu erlangen.

4.

Im Rahmen der Vorbereitungskurse erfolgt nun die Entscheidung, ob Sie direkt in die Ergänzungsprüfungen gehen oder ob es evtl. noch Vorbereitungen geben sollte, bevor Sie sich den Prüfungen stellen.

Ziel: Es sollte der höchste Grad an Sicherheit erzielt werden, bevor Sie in die Prüfungen gehen.

 

Vorteile dieses Systems!

  • Sie können sich bereits im Selbststudium gezielt auf die Herausforderungen der Vorbereitungskurse und Ergänzungsprüfungen vorbereiten.
  • Sie werden durch ein System unterstützt, welches gezielt auf Ihre Bedürfnisse ausgerichtet ist.
  • Hoher Lernerfolg durch eine stetige Unterstützung und eigene Kontrollmöglichkeiten.
  • Hohe Prüfungssicherheit.

Es ist zu schaffen. Allerdings wird es einige Kraft kosten. GEMEINSAM kann einer der Lösungsansätze sein!

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 02. November 2016 um 10:54 Uhr