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Start Berufsausbildung Notfallsanitäter/-in - NFS

Berufsausbildung Notfallsanitäter/in

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Das Notfallsanitätergesetz (NotSanG) ist am 1.1.2014 in Kraft getreten, die Ausbildungs- und Prüfungsverordnung (NotSan-APrV) wurde am 16.12.2013 beschlossen und ist somit auch mit dem 1.1.2014 aktiv.

Die 2-jährige Rettungsassistentenausbildung wird durch die 3-jährige Notfallsanitäterausbildung abgelöst.

Hinweis: Wird im Folgenden vom Notfallsanitäter gesprochen, sind sowohl die Notfallsanitäterin und der Notfallsanitäter gemeint.

 

Dieser wird künftig die höchste nichtärztliche Qualifikation des Rettungsdienstpersonals darstellen. Im Rahmen der Notfallrettung ist der Notfallsanitäter also maßgeblich verantwortlich für die präklinische Versorgung einer verletzten oder erkrankten Person.

Bei Fragen jeglicher Art zum diesem Thema können Sie sich jederzeit an uns wenden.

Am 10.03.2018 findet wieder unser "Tag der offenen Tür" statt. An diesem Tag wird auch unser Simulationszentrum öffentlich eingeweiht. Sie werden im Vorfeld selbstverständliche schon Informationen bekommen. Wir nutzen es bereits jetzt, bis zu diesem Zeitpunkt werden wir jedoch noch wesentliche Simulationstechniken programmiert haben. Es soll ein Erlebnis der Simulation werden. Simulation ist mehr wie nur mit der Kamera Bild und Ton aufzunehmen.

Ebenso wird es weiterreichende persönliche Informationen und Präsentationen geben. Zudem werden sich zahlreiche Rettungsdienstorganisationen vorstellen, welche Sie somit direkt ansprechen können.

Sind Sie bereits Rettungsassistent oder Rettungssanitäter, haben wir unter dem Menüpunkt "Allgemeine Informationen Notfallsanitäterausbildung" einige Informationen zum Umsetzungsprozess für Sie zusammengestellt.

 

 

Dauer der Berufsausbildung:

3 Jahre

Sie werden von einer Rettungsdienstorganisation eingestellt und auch über diese eine Ausbildungsvergütung erhalten. Die Höhe der Ausbildungsvergütung wird durch die jeweilig geltenden Tarifverträge bestimmt. Für Sie entstehen für diese Form der Ausbildung keine Kosten.

Beginn der Ausbildung:

Diese Ausbildung beginnt jährlich zum 1. September des Jahres.

Wo können Sie sich bewerben?

Sie können sich jederzeit direkt bei einer Rettungswache bewerben. Sollten Sie Probleme haben, eine passende Rettungswache zu finden, können Sie sich gerne auch an uns wenden. Wir werden Ihre Bewerbungen dann an eine Rettungswache in Ihrer örtlichen Nähe weiterleiten. Wir arbeiten mit sehr vielen Rettungswachen zusammen.

Hier können Sie sowohl die Voraussetzungen der Berufsausbildung Notfallsanitäter, als auch notwendige Inhalte der Bewerbungsunterlagen einsehen.

Berufsbild und Ausbildungsziele:

Geregelt wird die Ausbildung durch das Notfallsanitätergesetz (NotSanG) sowie die Notfallsanitäter Ausbildungs- und Prüfungsverordnung (NotSan-APrV):

Der Notfallsanitäter soll dabei insbesondere folgende Aufgaben eigenverantwortlich ausführen: (exemplarische Auszüge)

  • Feststellen und Erfassen der Lage am Einsatzort und unverzügliche Einleitung notwendiger allgemeiner Maßnahmen zur Gefahrenabwehr.
  • Beurteilen des Gesundheitszustandes von erkrankten und verletzten Personen, insbesondere das Erkennen einer vitalen Bedrohung, die Entscheidung über die Notwendigkeit, eine Notärztin oder einen Notarzt, weitere Rettungsmittel oder sonstige ärztliche Hilfe nachzufordern, sowie die Umsetzung erforderlicher Maßnahmen.
  • Durchführen medizinischer Maßnahmen der Erstversorgung bei Patientinnen und Patienten im Notfalleinsatz und dabei Anwenden von in der Ausbildung erlernten und beherrschten, auch invasiven Maßnahmen, um eine Verschlechterung der Situation der Patientinnen und Patienten bis zum Eintreffen der Notärztin oder des Notarztes oder dem Beginn einer weiteren ärztlichen Versorgung vorzubeugen, wenn ein lebensgefährlicher Zustand vorliegt oder wesentliche Folgeschäden zu erwarten sind.
  • Angemessenes Umgehen mit Menschen in Notfall- und Krisensituationen.
  • ...

Der Notfallsanitäter hat folgende Aufgaben im Rahmen der Mitwirkung auszuführen: (exemplarische Auszüge)

  • Beurteilung des Gesundheitszustandes des Patienten und  Entscheidung über die Notwendigkeit eines Notarztes bzw. weiteren Personals.
  • Durchführung angemessener medizinischer Maßnahmen der Erstversorgung (auch Anwendung erlernter und beherrschter invasiver Maßnahmen bei lebensgefährlichen Zuständen).
  • Assistieren bei der ärztlichen Notfall- und Akutversorgung von Patientinnen und Patienten im Notfalleinsatz.
  • Eigenständiges Durchführen ärztlich veranlasster Maßnahmen bei Patienten und Patientinnen im Notfalleinsatz.
  • Eigenständiges Durchführen von heilkundlichen Maßnahmen, die vom Ärztlichen Leiter Rettungsdienst (ÄLRD) oder entsprechend verantwortlichen Ärztinnen oder Ärzten bei bestimmten notfallmedizinischen Zustandsbildern und -situationen standardmäßig vorgegeben, überprüft und verantwortet werden.
  • ...

Die Ausbildung soll ebenfalls dazu befähigen, mit anderen Berufsgruppen und Menschen am Einsatzort, beim Transport und bei der Übergabe unter angemessener Berücksichtigung der Gesamtlage zusammenzuarbeiten.

IntubationKernelemente der neuen Berufsausbildung sind die eigenständige Ausführung von heilkundlichen Maßnahmen, welche durch den Ärztlichen Leiter Rettungsdienst vorgegeben, überprüft und verantwortet werden. Insbesondere dieser Bereich unterscheidet den Notfallsanitäter von allen anderen nichtärztlichen Berufen in Deutschland. Große Verantwortung, die gezielt trainiert werden muss.

Ein Bereich, in dem wir schon seit Jahren Erfahrungen gesammelt haben.

Unsere Bildungseinrichtung schult seit 2009, im Auftrag des Landkreises Schmalkalden-Meiningen, die Rettungsdienstmitarbeiter des betreffenden Landkreises in den erweiterten ärztlichen Versorgungsmaßnahmen (EVM). Maßnahmen, die nun endlich gesetzlich eindeutiger geregelt werden.

Der Notfallsanitäter ist ein Berufsbild mit großer Verantwortung. Mit einer Erfahrung von über 20 Jahren in der rettungsdienstlichen Ausbildung werden wir Sie als staatlich anerkannte Notfallsanitäterschule gemeinsam mit dem Ausbildungsträger (Lehrrettungswache) und den Kliniken gut auf diese Verantwortung vorbereiten.

Aufbau der Ausbildung:

Die gesamte Berufsausbildung erfolgt nach den Grundlagen der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Notfallsanitäterausbildung (NotSan-APrV) und dem Notfallsanitätergesetz (NotSanG) der Bundesrepublik Deutschland. Für das Bundesland Thüringen gibt es einen kompetenzorientierten Lehrplan, an dessen Erstellung wir gemeinsam mit unseren Lehrkräften mitgewirkt haben.

1920 Stunden theoretischer und praktischer Unterricht an der Schule

  • Anatomie und Physiologie des menschlichen Körpers
  • allgemeine medizinische Grundlagen
  • allgemeine Notfallmedizin
  • Grundlagen der Hygiene und Desinfektion
  • Einführung in die theoretische und praktische Ausbildung im Krankenhaus
  • spezielle notfallmedizinische Maßnahmen und Rettungstechniken
  • Organisation und Einsatztaktik
  • psychische und ethische Grundlagen
  • Funktheoretische Grundlagen und Funkeinweisung (inkl. BOS Sprechfunkberechtigung)
  • Fahrschulung
  • Recht- und Gesetzeskunde

720 Stunden Klinikpraktikum

  • 080 Stunden Pflegeabteilung
  • 120 Stunden Interdisziplinäre Notaufnahmen
  • 280 Stunden Anästhesie und OP-Abteilung
  • 120 Stunden Intensivmedizinische Abteilung
  • 040 Stunden Geburtshilfliche, pädiatrische oder kinderchirurgische Fachabteilung ...
  • 080 Stunden Psychiatrische, gerontopsychiatrische oder gerontologische Fachabteilung

1960 Stunden praktische Ausbildung an der Lehrrettungswache

  • Sie werden die Tätigkeit im Krankentransport, Rettungsdienst und im Notfalleinsatz durch erfahrene Praxisanleiter erlernen.

Realität ist die beste Ausbildung

In realistischen Fallsituationen und Rollenspielen bereiten wir Sie auf Ihren Berufsalltag vor. Hierfür steht Ihnen unser SkillsLab (Simulationsraum) und unsere SanArena zur Verfügung. Hier können Sie einige Einsatzgeräte und Simulationstrainer anschauen, welche Ihre Ausbildung begleiten werden.

 

 

 

Prüfung:

Die Form und Gliederung der staatlichen Prüfung ist in der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Notfallsanitäter (NotSan-APrV) geregelt. Sie umfasst einen schriftlichen, mündlichen und praktischen Teil. Die Inhalte sind die bereits umschriebenen Ausbildungsinhalte, sie stellen ein staatliches Examen dar.

  • Schriftlicher Teil umfasst drei Aufsichtsarbeiten mit einem Zeitansatz von je ca. 120 Minuten, welche an drei Tagen abgehalten werden sollen.
  • Mündlicher Teil ist in drei Schwerpunkte gegliedert und findet an einem Tag, mit einem Zeitansatz von mindestens 30 und maximal 45 Minuten statt.
  • Praktischer Teil umfasst vier realistische Fallbeispiele unter Anwendung von Maßnahmen der Heilkunde inkl. eines Prüfungsgespräches. Jedes Fallbeispiel ist mit maximal 40 Minuten festgelegt.

Unterrichtszeit während der schulischen Ausbildung:

  • Montag - Donnerstag von 08:00 – 15:35 Uhr (8 UE)
  • Freitag von 08:00 – 14:45 Uhr (7 UE)

Übernachtungsmöglichkeiten:

Bei entsprechendem Wunsch und vorhandenen freien Zimmerkapazitäten kann eine Übernachtungsmöglichkeit bei Selbstverpflegung im Schulgebäude zur Verfügung gestellt werden. Anmeldungen müssen schriftlich (Mail oder Brief) erfolgen. Sind die Unterkunftsmöglichkeiten ausgeschöpft, werden wir Sie bei Wunsch an andere kostengünstige Anbieter für diese Zeit vermitteln.

Die Übernachtungskosten in der Schule betragen 14,50 € pro Übernachtung (ab 1.1.2018).

In unserem "Café Trauma" können Sie sich über den Tag hinweg verpflegen oder einfach nur genießen, was wir Ihnen dort zu bieten haben.

Aufgrund der Fülle der Informationen dokumentieren wir auf unserer Facebook-Präsenz aktuelle Informationen zu unserer Einrichtung aber auch zur Entwicklung und Entstehung des NotSanG. Gemeinsam mit unserer Homepage können Sie zahlreiche Informationen einsehen. Lassen Sie sich mitreißen von einem tollen Beruf in der Rettungs- und Notfallmedizin.

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 27. November 2017 um 17:30 Uhr